Microsoft macht einen kleinen Brexit für sich

Microsoft (NASDAQ: MSFT) hat Pläne bekannt gegeben, die Londoner Büros von Skype zu schließen.

Im Zuge des Umzugs könnten bis zu 400 Mitarbeiter entlassen werden. Skype wird sein dreistöckiges Gebäude in Holborn im Zuge einer umfassenderen Umstrukturierung aufgeben, die sich auch auf das Freemium-Unternehmensnetzwerk Yammer auswirken wird.

Microsoft hat noch nicht bestätigt, ob die Entscheidung direkt von der britischen Abstimmung im Juni zum Austritt aus der Europäischen Union beeinflusst wurde - obwohl Technologiehandelsgremien zuvor darauf hingewiesen hatten, dass sie als Reaktion auf einen sogenannten "Brexit" zahlreiche multinationale Rückschläge aus London erwarten würden.

Die Billigfluggesellschaft EasyJet, der Telekommunikationsanbieter Vodafone und der Kreditkartengigant Visa haben angeblich Gespräche mit dem Ziel aufgenommen, Großbritannien als unmittelbare Folge der drohenden politischen Unsicherheit zu verlassen.

Ungeachtet der Absichten von Microsoft im Zusammenhang mit dem Umzug wird dies zweifellos einen symbolischen Schlag für die britische Tech-Szene darstellen. Skype wurde 2003 in London gegründet und hat sich rasch zu einem von nur 18 britischen "Einhörnern" entwickelt - einem Technologieunternehmen mit einem Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Seine innovativen Dienstleistungen haben sich im Laufe des letzten Jahrzehnts für Unternehmen auf der ganzen Welt als Lebensader erwiesen. Kleine Unternehmen können neue Zielgruppen erreichen, indem sie unglaublich günstige internationale Anrufe anbieten und das Remote-Arbeiten mithilfe modernster Funktionen für Gruppenanrufe revolutionieren. Heute verfügt Skype über mehr als 300 Millionen Benutzer, die jeden Tag schätzungsweise drei Milliarden Minuten mit dem Dienst verbringen.

Viele Investoren haben dieses Potenzial erkannt, weshalb Skype seit seiner Gründung mehrmals den Besitzer gewechselt hat. Das Einhorn wurde 2005 erstmals von eBay aufgegriffen und dann 2009 an eine Investorengruppe verkauft, bevor der amerikanische multinationale Microsoft Microsoft im Mai 2011 das Unternehmen für satte 8, 5 Milliarden US-Dollar kaufte.

Seit dieser Übernahme wurden viele der wichtigsten Rollen von Skype eliminiert oder nach Übersee verlagert. Der Hauptsitz von Microsoft Skype befindet sich jetzt in Luxemburg, und ein Großteil seines Entwicklungsteams arbeitet in Estland. Es wird nicht angenommen, dass diese Büros von der Entscheidung von Microsoft zur Konsolidierung des Londoner Geschäfts beeinflusst werden.

Skype ist nicht das einzige Opfer von Microsofts neuester Auftragsabrechnung.

Im letzten Monat bestätigte der Jahresbericht des Unternehmens, dass im vierten Quartal 2016 rund 2.850 Arbeitsplätze auf der ganzen Welt abgebaut werden sollen. Ein Sprecher von Microsoft fügte hinzu, dass das Unternehmen daran arbeiten würde, überflüssigen Skype-Mitarbeitern neue Möglichkeiten in anderen Bereichen des Unternehmens zu bieten.

"Wir sind fest entschlossen, alles zu tun, um den Betroffenen durch diesen Prozess zu helfen", sagte er. "Microsoft wird in einen Konsultationsprozess einsteigen und wo möglich neue Möglichkeiten bieten."

Brexit

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